Sonntag, 15. Juli 2018

Blog inaktiv

Liebe Blogleser.
Wir werden in naher Zukunft auf dem deutschen Blog nichts mehr posten.
Das liegt daran, dass wir auf absehbare Zeit nur schlecht ans Internet angebunden sind und uns auf einen Blog konzentrieren wollen. In Zukunft gibt es also nur noch den englischen Blog, wo Euch Michaela auch in den nächsten Monaten auf dem Laufenden halten und mit schönen Fotos versorgen wird.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Tracking

Hallo ihr Lieben.

Vielleicht ist es Euch ja aufgefallen, dass seit Monaten die Website abgeschaltet ist, die unsere regelmäßigen Positionsmeldungen graphisch dargestellt hat. Eigentlich sollte dieser Ausfall nur kurzzeitig sein. Aber es sieht inzwischen sehr nach einer längeren oder endgültigen Abschaltung aus.

Bis die Sache geklärt ist, habe ich einen anderen Service für diesen Dienst aktiviert. Ihr findet diesen hier:

www.yit.nz/yacht/alita

Leider kann man deren Website nicht in unsere Einbetten, so dass nun der Link "Wo ist Alita?"  direkt auf die neue Seite führt.

Alternativ könnt ihr auch über den Reiter SUBSCRIBE alle unsere Meldungen automatisch per Email erhalten.

Samstag, 28. April 2018

Hawaii

Kurz vor Weihnachten 2017 sind wir in Hilo auf Hawai'i angekommen und inzwischen sind ganze vier Monate vergangen. Die Zeit verging sprichwörtlich wie im Flug, sowohl im übertragenen als auch im buchstäblichen Sinn.
Zunächst haben wir uns drei Wochen zwischen den Vulkanen auf Big Island und den grünen Hügeln von Maui die Zeit mit Landausflügen vertrieben. Dann sind wir nach Honolulu auf Oahu, um dort einen weiteren Monat lang die jährlichen Wartungsarbeiten und größeren Reparaturen vorzunehmen.
Honolulu war nach vielen Jahren in der entspannten, sauberen Südsee ein echter Kulturschock. Man liegt dort im schmutzigen Stadthafen direkt zwischen den Wolkenkratzern und dem künstlichen Strand von Waikiki, wo sich die Hälfte von Asien tummelt, die gerade auf Hochzeitsreise ist. Unser Nachbar im Hafen benutzte sein Motorboot mit 1000W Musikanlage einzig und allein für Parties, die mehrmals die Woche stattfanden und bis spät in die Nacht gingen. Wenn er nicht feierte, dann übenahm die zentrale Klimaanlage des Hochhauses direkt vor uns die Lärmbeschallung - oder die Müllabfuhr, welche viermal täglich die Tonnen des großen Restaurants an der Ecke leerte. Nein, ich übertreibe nicht!
Die Wartungsarbeiten gingen trotz der stressigen Kulisse gut vonstatten. Neben den üblichen Motor- und Gerätewartungen habe ich dieses Jahr den Wassermacher mit einem Luft- und Ölentferner ausgestattet und die Wasserführung komplett neu aufgesetzt, den Cockpit-Klapptisch restauriert, die Pantry mit frischem Klarlack versorgt, die gesamte Bilge von Bug bis Heck gründlich geputzt, den Elektromotor der Ankerwinch und des Autopiloten zerlegt und inspiziert, eine neue Toilette und ein neues EPRIB installiert, die Rettungsinsel gewartet, neue Seenotraketen und Fackeln verstaut und viele andere Kleinigkeiten erledigt, so dass die geplante Zeit mal wieder gerade so ausreichte.
Dabei nehmen wir Alita diesmal gar nicht aus dem Wasser und so fällt zum Glück das lästige Abschleifen und Lackieren des Unterwasserschiffes aus. Wir haben vor 16 Monaten in Neuseeland vier Schichten Vivid Antifouling Farbe mit dem Roller aufgetragen und bisher scheint der Plan aufzugehen, das Kranen in Zukunft nur alle 24 Monate zu machen. Die Farbe sieht noch gut aus, wir haben noch keinen lästigen Bewuchs und die Anoden konnte ich unter Wasser mit dem Tauchgerät wechseln.
Während dieser Zeit war Michaela schon nach Hause geflogen, damit sie sich um dringende familiäre Angelegenheiten und diverse notwendige Renovierungsarbeiten kümmern konnte. Ich flog ihr schließlich hinterher und half auf der anderen Seite der Welt mit, eben diese in Ordnung zu halten - womit ein weiterer Monat ins Land ging um Sang- und Klanglos in den Analen zu verschwinden.
Die lange und verhasste Fliegerei hatte immerhin den Nutzen, dass wir nun mit frischen Visa ausgestattet unsere Reise nach Alaska antreten können. Wir brauchen die vollen sechs Monate die uns die örtlichen Behörden zugestehen, damit wir es legal im Segelboot bis in den September schaffen, wo wir planen nach Kanada entkommen.
Nun sind wir seit drei Wochen zurück auf unserer geliebten Alita. In dieser Zeit haben wir uns vom Stress der Flugreise erholt, ein paar neuen Freunden bei der Vorbereitung auf ihre erste große Segelreise nach Tahiti geholfen, haben uns von unseren vielen neuen Bekannten im Hawaii Yacht Club verabschiedet und sind jetzt endlich raus aus dem hässlichen Hafen und wieder glücklich unterwegs in klarem Wasser.
Wir wollen noch einige Ankerplätze und hawaiianische Inseln erforschen, bevor wir uns auf den langen Weg nach Norden machen!

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