Heute morgen sind wir direkt südlich von Penhryn, unserem nächsten Ziel und es sieht so aus, als könnten wir den Rest des Weges Segeln.
Laut Vorhersage soll der Wind in den nächsten Stunden auf östliche Richtungen drehen und dann werden wir nach Norden abbiegen.
Alles gut an Bord. Michaela geh schon wieder Wache, obwohl sie noch viel hustet, aber nur rumliegen ist ja auch langweilig.
AM 6.11. um 16:30UTC sind wir bei 11°21,4'S 158°00,8'W
Kurs ist 083° und Geschwindigkeit 5,4 Knoten
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Montag, 6. November 2017
Sonntag, 5. November 2017
Flaute
Langsam aber sicher bewegen wir uns vorwärts. Es ist regnerisch und leider sehr wenig Wind, dafür aber Schwell aus Süd und Nordost.
Wir fahren unter Segel soviel wir können, aber wenn die Regenwolken nicht mit Böen nachhelfen, dann schlagen die Segel zu sehr in der Kreuzsee und wir müssen motoren.
Wir halten uns weiter östlich als die Luflinie zu unserem Ziel, da wir spätenstens morgen ostwind erwarten und dann genug Höhe haben, um nach Norden zum Ziel zu laufen.
Michaela geht es ein klein wenig besser, aber der Husten quält sie noch. Sonst sind alle wohlauf - auch Alita.
Unsere Position am 05.11. um 16:18 UTC (das ist Viertel nach 6 Uhr morgens Ortszeit) ist 12°17,8'S 159°44,6'W
Kurs 067° und Geschwindigkeit 5,5 Knoten.
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Wir fahren unter Segel soviel wir können, aber wenn die Regenwolken nicht mit Böen nachhelfen, dann schlagen die Segel zu sehr in der Kreuzsee und wir müssen motoren.
Wir halten uns weiter östlich als die Luflinie zu unserem Ziel, da wir spätenstens morgen ostwind erwarten und dann genug Höhe haben, um nach Norden zum Ziel zu laufen.
Michaela geht es ein klein wenig besser, aber der Husten quält sie noch. Sonst sind alle wohlauf - auch Alita.
Unsere Position am 05.11. um 16:18 UTC (das ist Viertel nach 6 Uhr morgens Ortszeit) ist 12°17,8'S 159°44,6'W
Kurs 067° und Geschwindigkeit 5,5 Knoten.
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Samstag, 4. November 2017
Wenig Wind
Nach der Ausfahrt aus Suwarrow konnten wir bis in die Nacht schön segeln, dann verließ uns leider der Wind. seitdem tuckern wir weiter unserem Ziel entgegen.
Michaela ist am Abend leider krank geworden. Husten, Schnupfen, leichtes Fieber - wohl eine Erkältung die sich sie im regnerischen Suwarrow zugezogen hat.
Sonst sind alle wohlauf und die Technik funktioniert einwandfrei.
Am 4.11.17 un 1710 UTC sind wir in Position 12°48,4'S 161°24,3'W
Kurs ist 055° und Geschwindigkeit 5,5kn
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Michaela ist am Abend leider krank geworden. Husten, Schnupfen, leichtes Fieber - wohl eine Erkältung die sich sie im regnerischen Suwarrow zugezogen hat.
Sonst sind alle wohlauf und die Technik funktioniert einwandfrei.
Am 4.11.17 un 1710 UTC sind wir in Position 12°48,4'S 161°24,3'W
Kurs ist 055° und Geschwindigkeit 5,5kn
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Freitag, 3. November 2017
Die Reise geht weiter
Nach knapp zwei Tagen Kampf mit Werkzeug gegen widerwilliges Equipment sind alle Schäden provisorisch behoben.
Toilette; Motor und Wassermacher tun wieder ihren Dienst ohne Murren. Die Wassertanks sind voll und wir ziehen weiter um der GEfahrenzone der nahenden Wirbelsturmsaison zu entfliehen.
Heute morgen verlassen wir Suwarrow und fahren in Richtung unseres nächsten Zieles Penhyn, wo wir in etwa 5 Tagen ankommen sollten. Natürlich gibt es tägliche Updates.
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Toilette; Motor und Wassermacher tun wieder ihren Dienst ohne Murren. Die Wassertanks sind voll und wir ziehen weiter um der GEfahrenzone der nahenden Wirbelsturmsaison zu entfliehen.
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Montag, 30. Oktober 2017
Angekommen auf Suwarrow
Die ganze Strecke von Niue nach Suwarrow war prima und relaxed, wenn man mal von dem Wassermacherschaden absieht.
Dafür war die letzte Nacht die Hölle. Wir sind noch kurz vor Sonnenuntergang im Windschatten des Atolls angekommen, aber es war zu spät bis zur Einfahrt zu kommen, die man sicherer bei Tageslicht befährt.
Also haben wir uns auf eine entspannte Nacht in Wellenschutz des Riffs eingestellt. Aber es sollte anders kommen:
Es hat die ganze Nacht gestürmt und geregnet und selbst die abgedämpfte Welle im Schutz des Riffs war nervig. Alles andere entspannt, aber damit nicht genug. Als wir schon alle völlig übermüdet waren, hat erst der Motoralarm geplärrt und wenige Sekunden später kam Rolf mit der pikanten Nachricht, dass sich die Halterung der vorderen Toilette gänzlich verbaschiedet hat. Also Schüssel am Boden und... alles Scheiße!
Es war sicherlich eine der schlimmsten Nächte meines Lebens und es versteht sich von selbst, dass ich praktisch keinen Schlaf hatte. Egal... nun sind wir in Suwarrow, liegen vor Anker, der Motorschaden beschränkt sich auf den Kühlwasser-Temperatur-Fühler, also nichts Überlebenswichtiges... Prost!
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Dafür war die letzte Nacht die Hölle. Wir sind noch kurz vor Sonnenuntergang im Windschatten des Atolls angekommen, aber es war zu spät bis zur Einfahrt zu kommen, die man sicherer bei Tageslicht befährt.
Also haben wir uns auf eine entspannte Nacht in Wellenschutz des Riffs eingestellt. Aber es sollte anders kommen:
Es hat die ganze Nacht gestürmt und geregnet und selbst die abgedämpfte Welle im Schutz des Riffs war nervig. Alles andere entspannt, aber damit nicht genug. Als wir schon alle völlig übermüdet waren, hat erst der Motoralarm geplärrt und wenige Sekunden später kam Rolf mit der pikanten Nachricht, dass sich die Halterung der vorderen Toilette gänzlich verbaschiedet hat. Also Schüssel am Boden und... alles Scheiße!
Es war sicherlich eine der schlimmsten Nächte meines Lebens und es versteht sich von selbst, dass ich praktisch keinen Schlaf hatte. Egal... nun sind wir in Suwarrow, liegen vor Anker, der Motorschaden beschränkt sich auf den Kühlwasser-Temperatur-Fühler, also nichts Überlebenswichtiges... Prost!
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Sonntag, 29. Oktober 2017
Fast da
Nach drei Tagen Urlaubssegeln, waren die letzten 24h etwas rauher, aber fern von ungemütlich. Alle an Bord sind wohlauf und wir freuen uns auf die Ankunft.
Insgesamt waren wir etwas schneller unterwegs als gedacht, deswegen werden wir schon heute am späten Abend in der Nähe von Suwarrow ankommen. Da wir aber erst bei Tagesanbruch einlaufen wollen, werden wir irgendwo noch langsam machen und ein paar Stunden verschwenden.
Heute morgen am 29.10.2017 um 1812 UTC sind wir in Position 14°05,9'S 164°00,4'W, Kurs 045°, Geschwindigkeit 5,3kn
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Insgesamt waren wir etwas schneller unterwegs als gedacht, deswegen werden wir schon heute am späten Abend in der Nähe von Suwarrow ankommen. Da wir aber erst bei Tagesanbruch einlaufen wollen, werden wir irgendwo noch langsam machen und ein paar Stunden verschwenden.
Heute morgen am 29.10.2017 um 1812 UTC sind wir in Position 14°05,9'S 164°00,4'W, Kurs 045°, Geschwindigkeit 5,3kn
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Samstag, 28. Oktober 2017
Weiterhin alles prima
Wind und Welle sind kooperativ und auch am dritten Morgen ist bei uns alles prima an Bord.
Unsere Position am 28.10.17 1704 UTC ist 15°42.5'S 165°51.6'
COG 047°
SOG 6.1kn
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COG 047°
SOG 6.1kn
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Freitag, 27. Oktober 2017
Zweiter Morgen auf See
Wir hatten eine recht flotte Nacht und konnten die verlorene Höhe zu unserem Ziel wieder gut machen - wir sind also voll auf Kurs.
An Bord sind alle gesund und wohlauf, die Wetterbedingungen sind entspannt und wir haben sogar schon einen leckeren Fisch gelandet, den ersten Wahoo seit Jahren!
Wermutstropfen ist nur der Wassermacher, der gestern zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt den Geist aufgegeben hat, den ich hoffentlich auf Suwarrow reparieren kann.
Wir haben genug Wasser an Bord, dass wir nicht in Not geraten werden, aber der Komfort wird die nächsten Tage ein wenig leiden.
Unsere Position am 27.10.17 2107 UTC is 16°52.3'S 167°16.6'
COG 047°
SOG 5.9kn
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An Bord sind alle gesund und wohlauf, die Wetterbedingungen sind entspannt und wir haben sogar schon einen leckeren Fisch gelandet, den ersten Wahoo seit Jahren!
Wermutstropfen ist nur der Wassermacher, der gestern zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt den Geist aufgegeben hat, den ich hoffentlich auf Suwarrow reparieren kann.
Wir haben genug Wasser an Bord, dass wir nicht in Not geraten werden, aber der Komfort wird die nächsten Tage ein wenig leiden.
Unsere Position am 27.10.17 2107 UTC is 16°52.3'S 167°16.6'
COG 047°
SOG 5.9kn
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Donnerstag, 26. Oktober 2017
On the move again
We have left Niue last evening and are heading NE, aiming for Suwarrow.
It was very calm last night, with winds under 10 knots, but we managed to sail close hauled nicely on course.
As expected towards the morning the wind shifted a bit to the north of east, so we had to bear away a bit. It will shift back towards the south tonight - hopefully.
All is good aboard.
Our position on 26.10.17 1725 UTC is 18°18.1'S 169°25.3'
COG 022°
SOG 6.0kn
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It was very calm last night, with winds under 10 knots, but we managed to sail close hauled nicely on course.
As expected towards the morning the wind shifted a bit to the north of east, so we had to bear away a bit. It will shift back towards the south tonight - hopefully.
All is good aboard.
Our position on 26.10.17 1725 UTC is 18°18.1'S 169°25.3'
COG 022°
SOG 6.0kn
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Sonntag, 10. September 2017
Begegnungen der vierten Art
Ein Typ mit langen, grauen Haaren und Ledercowboyhut kommt
mit seinem Beiboot auf uns zu. Ich steige aus dem Cockpit um ihn zu empfangen und
winke freundlich. (Das Gespräch ist aus dem Englischen übersetzt).
>Hallo!<
Er kommt ganz heran und hält sich an der Bordwand fest.
>Habt ihr den Funk
aus!?<
>Äh... Nö. Ist an.
Wieso?<
>Ihr seid
Olido?!<
>Was sind wir?<
>Die Yacht, Mann!
Eure Yacht heißt Olido!<
>Alita.<
>Ja genau! Ich
versuche Euch die ganze Zeit anzufunken!<
>Hab nichts gehört.
Nur zwei, die sich in französisch auf Kanal 16 unterhalten. Warst Du das?<
>Davor! Ich hab
Euch drei Mal angefunkt.<
>Sorry. Hab mich
nicht angesprochen gefühlt. War wohl der Akzent.<
> Akzent!!!< Er
schaut mich böse an.
>Egal. Was ist so
wichtig?<
>Deine Yacht ist
über meinem Anker!<
>Okay.< Ich
blicke ungläubig zu seinem großen Katamaran, der mindestens 70 Meter von uns
entfernt liegt. >Wollt ihr weg?<
>Nicht mehr. Es ist
zu spät.<
>Tut mir leid. Aber
ganz ehrlich, ich glaub nicht, dass ich auf deinem Anker liege.<
>Ich habe 80 Meter
Kette draußen!<
>In fünf Meter
Wassertiefe?! Bei Windstärke drei? Echt jetzt?<
>Ich kann so viel
Kette geben wie ich will!<
>Ähh... Klar! Aber
vielleicht wär's 'ne gute Idee, wenn du schon das sechzehnfache der Wassertiefe
an Anker steckst, 'ne Ankerboje zu setzen?<
>Ich muss keine
Ankerboje setzen!<
>Natürlich nicht!
Aber dann reg dich bitte nicht auf, wenn andere über deinem Anker ankern.<
>Du musst ja nicht
vor mir ankern, oder?! Ich bin seit 27 Jahren auf See unterwegs und man ankert
nicht direkt vor einem anderen. Das tut man einfach nicht!<
>Okay. Nur, als wir
vor vier Stunden hier geankert haben und ihr offenbar nicht an Bord wart, haben
wir mindestens 30 Meter seitlich versetzt geankert... also eine gute
Kettenlänge... und 90 Meter vor Euch... also eine dreifache Kettenlänge. Weil
der Wind um dreißig Grad gedreht hat, liegen wir jetzt vor Dir und wenn er, wie
vorhergesagt, noch weiter auf Nord dreht, dann sieht die Sache wieder anders
aus. Und übrigens:...<
Ich habe mich an die andere Yacht im Ankerfeld erinnert, die
ungefähr genauso weit entfernt von dem Katamaran auf der anderen Seite liegt. >...Du solltest dem da drüben Bescheid geben. Wenn
Du wirklich 80 Meter Kette draußen hast, dann knallst du wahrscheinlich heute
Nacht in den rein.<
>Ich versteh auch
echt nicht warum ihr alle so nah an mir ankern müsst? Hier ist überall so viel
Platz!<
>Das hat vielleicht
damit zu tun, dass wir hier vor einer Hafeneinfahrt liegen und hier der einzige
Ort in 70 Meilen Umkreis ist, wo man einkaufen kann?<
Das muss sich setzten und wir schweigen kurz. Er ist
offensichtlich immer noch sauer und macht keine Anstalten weiterzufahren.
>Also was machen
wir? Ich bin jederzeit bereit, wenn Du weg willst.<
>Ich wollte vorher
weg. Jetzt ist zu spät! ...Du fährst ja heute noch?<
>Nein. Hatte ich
nicht vor.<
>Na, super! Dann
bleiben wir alle ein paar Tage hier, bis Du uns gnädiger Weise fahren lässt?!<
>Sag mal... Hast Du
irgendwie einen schlechten Tag gehabt?<
>Pfttt!!<
>Ich hab Doch schon
gesagt, dass ich jederzeit bereit bin, wenn Du weg willst. Außerdem muss ich mich
höchstwahrscheinlich gar nicht bewegen, denn so wie der Wind gedreht hat, hat
sich deine Kette um dutzend Korallenblöcke gewickelt und dein Anker liegt
wahrscheinlich ganz wo anders.<
Wieder Schweigen. Noch immer scheint er etwas zu wollen.
>Also was ist? Was
machen wir jetzt?<
>Das hängt von Dir
ab.<
>Oh Mann! Was
willst Du?<
>Eine
Entschädigung.<
>Wie Entschädigung?
Wofür?<
>Dafür, dass wir
nicht fahren konnten.<
>Klar! Die 27 Jahre
auf See haben dir offenbar nicht gut getan. Ich sag Dir, was wir jetzt tun. Du
lässt uns in Frieden und wir ankern um. Tschüss!<
Wir haben daraufhin unseren Anker eine knappe halbe Meile
entfernt von dem Katamaran geworfen. Das andere Boot in seiner Nähe ist eine
halbe Stunde später umgezogen, in unsere Nähe....
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