Der Wind hat heute Nacht ein wenig aufgefrischt, leider auch um 20Grad auf südlichere Richtungen gedreht, so daß wir nun wieder hart am Wind gegen die Wellen kämpfen; und auch darum, nicht zu weit nach Westen zu kommen. Noch sind wir einigermaßen auf Kurs und nähern uns dem Ziel, langsam aber sicher.
Am frühen Nachmittag hat der bestellte Fisch gebissen und tapfer gekämpft. Auf seiner zweiten Flucht hat er sogar das Boot, das wir beinah in den Wind gestellt hatten, um die Fahrt zu reduzieren, in den Beilieger gedreht. Warum er uns so viel Mühe bereitete, stellte sich dann heraus, als wir einen ersten Blick auf ihn werfen durften - ein wahres Monster von einem Wahoo. Etwa 1,50m groß und bestimmt über 40 Kilo schwer. Es war Schwerstarbeit den Fisch an Bord zu bringen und zu filetieren. Nun sind wir ein paar Wochen mit frischem Eiweiß versorgt!
Inzwischen befinden wir uns auf der Höhe von den beiden Felsen Pedro und Paulo, die hier mitten im Atlantik aus dem Wasser ragen und schon so manchem Schiff einen Schrecken eingejagt haben. Wir sind allerdings 85 Meilen östlich davon, werden sie also nicht zu Gesicht bekommen.
Außerdem haben wir gerade den dreizehnten Frachter gezählt, den wir mit dem bloßen Auge sehen konnten. Es waren aber wesentlich mehr, die wir über AIS bzw. den aktiven Radarreflektor in unserer Nähe wußten. Wir sind hier draußen also ganz und gar nicht allein, ganz im Gegenteil. Es kommt uns fast vor wie auf einer unsichtbaren Schiffsautobahn, die sich zwischen Brasilien und Gibraltar erstreckt. Der Ausguck muss immer wach sein!
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Freitag, 10. August 2012
Donnerstag, 9. August 2012
02°17,7`N 027°06,1`W 09.08.2012 17:44UTC
Wie auch schon in der Nacht zuvor, hat der Wind zum Ende der heutigen Nacht weiter nachgelassen. Leider kam er im Laufe des Tages auch nicht wirklich zurück. Immerhin hatten wir die ganze Zeit gerade genug Wind um zu segeln. Naja, bis vor etwa 20 Minuten - da fingen die Segel bei 3 Knoten Wind wieder zu schlagen an. Also entweder Segel einholen und treiben lassen, oder Motor starten... wir haben uns für den Motor entschieden, in der Hoffnung, dass der Wind später zu uns zurück findet. Vielleicht bilden sich zum Einbruch der Nacht ein paar Wolken, die immer einen Hauch Wind mitbringen.
Egal wie es wird, wir arbeiten uns langsam weiter Richtung Süden und freuen uns auf Brasilien. Die Angel ist wieder im Wasser, aber bei spiegelglatter See, langsamer Fahrt und stahlblauem Himmel ist die Chance auf einen Fisch sehr gering - der müsste schon suizidgefährdet sein.
Heute Mittag gab es einen Salat mit dem restlichen Weißkraut und den letzten Tomaten und Avokado. Heute Abend gibt es leckere Pasta mit Kürbissoße, außer es passiert noch was an der Angel.
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Egal wie es wird, wir arbeiten uns langsam weiter Richtung Süden und freuen uns auf Brasilien. Die Angel ist wieder im Wasser, aber bei spiegelglatter See, langsamer Fahrt und stahlblauem Himmel ist die Chance auf einen Fisch sehr gering - der müsste schon suizidgefährdet sein.
Heute Mittag gab es einen Salat mit dem restlichen Weißkraut und den letzten Tomaten und Avokado. Heute Abend gibt es leckere Pasta mit Kürbissoße, außer es passiert noch was an der Angel.
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Mittwoch, 8. August 2012
03°56`N 026°19,2`W 08.08.12 17:37UTC
Zwar haben wir inzwischen SO-Wind, aber heute Nacht wurde er wieder so schwach, dass wir sogar für 4 Stunden den Motor anwerfen mussten, um das Schlagen der Segel zu verhindern. Der Wind hat tagsüber wieder etwas zugelegt, ist aber nach wie vor mau.
Wir fahren weiterhin hart am Wind auf einem Kurs von ca. 210 Grad. Ich möchte möglichst auf 28W den Äquator überqueren, damit wir auf Halb- oder Raumwind zum Ziel fahren können, wenn der Passat stärker und die Wellen höher werden.
Wegen dem verlorenen Tag am Anfang der Überquerung und den schwachen Winden im restlichen Verlauf, können wir froh sein, wenn wir unsere pessimistische Schätzung von 11 Tagen halten können.
Aber selbst wenn es etwas länger dauert, uns geht es allen gut an Bord und wir freuen uns über den fischfreien Tag. Heute mittag gab es Salat und aufgewärmte Kürbis-Walnuß-Nudeln. Heute abend gibt es Kartoffel mit Quark und Blaukraut. So langsam sind unsere Frischwaren aufgebraucht und die nächsten Tage bis zum Ende der Reise gibt es wohl eher Reis, Nudeln und Gemüse aus der Dose - davon haben wir noch für einige Wochen an Bord. Also verhungern werden wir kaum.
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Wir fahren weiterhin hart am Wind auf einem Kurs von ca. 210 Grad. Ich möchte möglichst auf 28W den Äquator überqueren, damit wir auf Halb- oder Raumwind zum Ziel fahren können, wenn der Passat stärker und die Wellen höher werden.
Wegen dem verlorenen Tag am Anfang der Überquerung und den schwachen Winden im restlichen Verlauf, können wir froh sein, wenn wir unsere pessimistische Schätzung von 11 Tagen halten können.
Aber selbst wenn es etwas länger dauert, uns geht es allen gut an Bord und wir freuen uns über den fischfreien Tag. Heute mittag gab es Salat und aufgewärmte Kürbis-Walnuß-Nudeln. Heute abend gibt es Kartoffel mit Quark und Blaukraut. So langsam sind unsere Frischwaren aufgebraucht und die nächsten Tage bis zum Ende der Reise gibt es wohl eher Reis, Nudeln und Gemüse aus der Dose - davon haben wir noch für einige Wochen an Bord. Also verhungern werden wir kaum.
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Dienstag, 7. August 2012
05°23,5`N 025°17,2`W 07.08.2012 20:50UTC
Wir fahren noch hart am Wind nach SW auf unser Ziel zu. Der Wind hat wieder etwas nachgelassen und so ist die Fahrt eher gemütlich als flott. Alles ist prima.
Heute Abend haben wir die letzen Teile der großen Goldmakrele gegessen. Sie war bis zum Schluss sehr, sehr lecker. Aber nun freuen wir uns trotzdem auf einen Tag ohne Fisch.
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Heute Abend haben wir die letzen Teile der großen Goldmakrele gegessen. Sie war bis zum Schluss sehr, sehr lecker. Aber nun freuen wir uns trotzdem auf einen Tag ohne Fisch.
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Montag, 6. August 2012
06°41,4`N 023°37,6`W 06.08.12 17:03UTC
Hurra! Wir haben endlich wieder richtig Wind. Mit 13 Knoten weht er verheißungsvoll aus Süden. Der SO Passat ist nicht mehr weit.
Wir fahren jetzt Hart am Wind auf einem Kurs von etwa 230 Grad mit etwa 6 Knoten Fahrt, weil uns die Welle etwas bremst, direkt auf unser Ziel zu.
Ich denke, dass wir nun weit genug nach Süden vorgehalten haben. Der Wind wird weiter auf Ost drehen, je weiter wir nach Süden kommen. In zwei Tagen sollten wir auf Halbwind fahren können und gegen Ende der Reise, im stärkeren Passatwind und der damit verbunden Dünung dann auf Raumwind.
Stimmung an Bord ist gut. Alle sind froh, dass wir nun schneller voran kommen und da ist sogar die Krängung willkommen.
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Wir fahren jetzt Hart am Wind auf einem Kurs von etwa 230 Grad mit etwa 6 Knoten Fahrt, weil uns die Welle etwas bremst, direkt auf unser Ziel zu.
Ich denke, dass wir nun weit genug nach Süden vorgehalten haben. Der Wind wird weiter auf Ost drehen, je weiter wir nach Süden kommen. In zwei Tagen sollten wir auf Halbwind fahren können und gegen Ende der Reise, im stärkeren Passatwind und der damit verbunden Dünung dann auf Raumwind.
Stimmung an Bord ist gut. Alle sind froh, dass wir nun schneller voran kommen und da ist sogar die Krängung willkommen.
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Sonntag, 5. August 2012
08°39`N 023°43,4`W 05.08.12 16:07 UTC
Gestern Nacht kam eine schwache Brise aus Westen auf und hat uns bis heute Mittag eine angenehme Halbwindfahrt Richtung Süden beschert. Vor Kurzem hat der Wind wieder begonnen auf südliche Richtungen zu drehen und die kleinen Wellen von vorne bremsen, auch wenn sie kaum spürbar sind.
Im Laufe der nächsten 36 Stunden sollte der Wind wieder stärker werden und almählich auf Südost drehen - dann kommen wir wieder schneller voran.
Aber auch wenn es gerade mal nicht ganz so flott vorwärts geht, ist es wunderschön. Wir gleiten sanft und ruhig durch unsere Badewanne, sind bestens versorgt mit guter Musik, leckerem Fisch und Gemüse - und wir sind ausgeruht, denn bei der Ruhe können auf den Freiwachen alle gut schlafen.
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Im Laufe der nächsten 36 Stunden sollte der Wind wieder stärker werden und almählich auf Südost drehen - dann kommen wir wieder schneller voran.
Aber auch wenn es gerade mal nicht ganz so flott vorwärts geht, ist es wunderschön. Wir gleiten sanft und ruhig durch unsere Badewanne, sind bestens versorgt mit guter Musik, leckerem Fisch und Gemüse - und wir sind ausgeruht, denn bei der Ruhe können auf den Freiwachen alle gut schlafen.
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Samstag, 4. August 2012
10°10,8`N 023°35,6`W 04.08.12 19:59UTC
Wir hatten einen sehr ruhigen Tag heute. Der Wind hat sich zusammen mit den Wellen in der Nacht gelegt und so sind wir heute mit Sonnenschein gemütlich vor uns hin Richtung Süden gedümpelt.
Am frühen Nachmittag hat eine schöne Goldmakrele gebissen und das Zerlegen, Boot putzen und Sashimi Essen hat den größten Teil des Nachmittags in Anspruch genommen.
Jetzt haben wir gerade schwachen Wind der gerade so zum Segeln reicht ubnd freuen uns auf Abendessen.
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Am frühen Nachmittag hat eine schöne Goldmakrele gebissen und das Zerlegen, Boot putzen und Sashimi Essen hat den größten Teil des Nachmittags in Anspruch genommen.
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Freitag, 3. August 2012
11°28`N 023°52,1`W 03.08.2012 17:50 UTC
Leider sind wir so gegen drei Uhr nachts in ein kleines Tiefdruckgebiet geraten. 12 Stunden Starkregen bei 30 Knoten Wind gegenan, da hat sich in kürzester Zeit eine böse Waschküche aufgebaut, gegen die wir nicht mehr ansegeln konnten. Also haben wir beigedreht und heute keine Strecke gemacht. Das Wetter hat nun etwas nachgelassen, aber leider kommt der Wind noch immer aus Süd. Wir versuche nso gut wie möglich dagegen anzufahren.
Immerhin ist Alita jetzt sauber! Der ganze lästige Saharastaub ist weg.
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Donnerstag, 2. August 2012
12°21,7`N 023°53,7`W 02.08.12 17:29UTC
Wir kommen, wie geplant, langsam voran. Bis heute mittag konnten wir noch den größten Teil der Strecke bei 9 Knoten raumen Wind segeln, aber seit 13:30UTC ist der Wind so schwach, dass es nicht mehr reicht. Wir motoren weiter Richtung Süden, bis wir auf den Südpassat stossen.
Bisher sind wir zwei großen Frachtschiffen und einem Fischer begegnet, wobei diese nicht näher als 6 Meilen herangekommen sind. Wir sind also nicht ganz allein :)
Es ist hier sehr feucht und heute tagsüber auch sehr heiß, weil wir keine Wolkendecke haben. Heute nacht hat es zwar schon ein wenig genieselt, aber die großen Regengebiete erwarte ich hauptsächlich morgen.
Stimmung an Bord ist weiterhin prima. Wir haben den ersten Fisch schon ganz aufgegessen udn warten darauf, dass der Zweite beißt.
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Bisher sind wir zwei großen Frachtschiffen und einem Fischer begegnet, wobei diese nicht näher als 6 Meilen herangekommen sind. Wir sind also nicht ganz allein :)
Es ist hier sehr feucht und heute tagsüber auch sehr heiß, weil wir keine Wolkendecke haben. Heute nacht hat es zwar schon ein wenig genieselt, aber die großen Regengebiete erwarte ich hauptsächlich morgen.
Stimmung an Bord ist weiterhin prima. Wir haben den ersten Fisch schon ganz aufgegessen udn warten darauf, dass der Zweite beißt.
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Mittwoch, 1. August 2012
14°18,3´N 023°39,5`W 01.08.12 18:40UTC
Wir sind mittags in Praia ausgelaufen, nachdem die Damen in der Bucht vor der Stadt noch kurz ins Meer gesprungen sind. Kaum war die Angel im Wasser haben wir dann einen kleinen Bonito Tunfisch gefangen und dann in zwei Gängen, erst als Sashimi und abends gebraten mit Salat verspeist.
Wir zu erwarten war, ist der Wind eher schwach und dreht häufig. Wir waren schon unter Genua, Spinaker, Motor und jetzt wieder mit Großsegel und Genua unterwegs.
Inzwischen ist der Himmel ganz bedeckt und man kann deutlich sehen, dass wir auf Konvergenzzone zufahren.
Die Stimmung an Bord ist prima und demnäcsht werden wir mit den ersten Schichten und Freiwachen beginnen.
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Wir zu erwarten war, ist der Wind eher schwach und dreht häufig. Wir waren schon unter Genua, Spinaker, Motor und jetzt wieder mit Großsegel und Genua unterwegs.
Inzwischen ist der Himmel ganz bedeckt und man kann deutlich sehen, dass wir auf Konvergenzzone zufahren.
Die Stimmung an Bord ist prima und demnäcsht werden wir mit den ersten Schichten und Freiwachen beginnen.
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